Im Mittelpunkt des Projektes stehen die Entwicklung und Erprobung von passfähigen und mit der beruflichen Tätigkeit vereinbaren Weiterbildungsmodulen. Vorhandene berufliche Kompetenzen, Erfahrungswissen, Qualifikationen und Zertifikate finden dabei individuelle Berücksichtigung, wobei die Orientierung an den täglichen Arbeitsprozessen gegeben sein soll. Verschiedenste Wege zur weiteren beruflichen Entwicklung werden so geebnet und dadurch die Beschäftigungsfähigkeit über das ganze Erwerbsleben gesichert. Die Zielgruppen sind dabei nicht formal qualifizierte Beschäftigte, insbesondere Frauen, ältere Erwerbstätige und Migranten, die unter anderem eine artfremde Berufsausbildung vorweisen können.


Arbeitsdefinition “Composite-Berufe”

Der Arbeitsbegriff ,,Composite-Berufe” bezeichnet im Verständnis der ComWeiter-Antragsteller jene beruflichen Tätigkeiten, die - im Unterschied zu den separaten Berufsfeldern in den Bereichen ,,Metall” bzw. ,,Kunststoff” bzw. ,,Holz” usw. - auf die Zusammenführung von unterschiedlichen Werkstoffen zu einem Verbundwerkstoff oder einem Werkstoffverbund ausgerichtet sind.

Eine Tätigkeit in den ,,Composite-Berufen” ist nicht allein auf den eigentlichen Fertigungsprozess bezogen; die Tätigkeitsfelder erfassen den gesamten Wertschöpfungsprozess und den gesamten Produktlebenszyklus des Produkts bzw. Bauteils (von F&E bis hin zum Recycling).

Produktionsvorbereitung in der B.T. innovation GmbH (Magdeburg) - Einsatz von Compositewerkstoffen (GFK, glasfaserverstärkte Kunststoffe)



Zielstellung

Entwicklung, Erprobung und Evaluation von passfähigen und mit der beruflichen Tätigkeit vereinbarer Weiterbildungsmodule in den Wachstumsfeldern der “Composite-Berufe” in Spannungsfeld zwischen betrieblichen Bedarfen und Anforderungen sowie individueller Voraussetzungen einer heterogenen Zielgruppe


Forschungsfragen

Ziel des Projektes ist es zudem, folgende Forschungsfragen zu beantworten:

  1. Wie muss ein Instrument zur Messung der (Kompetenz-) Bedarfe an Weiterbildungen konzipiert sein, um die Anforderungen (regionaler) Arbeitgeber/innen einerseits und weiterbildungsinteressierter Berufstätiger andererseits erheben zu können?

  2. Wie müssen berufliche Weiterbildungen ausgestaltet werden, um eine individuelle Karriere unter Berücksichtigung der Faktoren “Anforderungen der Unternehmen”, “Anforderungen der Teilnehmer/innen”, “Durchlässigkeit” sowie “Vereinbarkeit von Beruf und Familie” zu ermöglichen?

  3. Welche Faktoren erhöhen auf Seiten der Arbeitnehmer/innen und Arbeitgeber/innen Interesse und Motivation zur Teilnahme an Weiterbildungsveranstaltungen?


Konzept und methodisches Vorgehen